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Dezember 7th, 2009

dolph

… das Leben lieben …

Das ist es, was uns alle glücklich macht. Doch durch die Diagnose Krebs gerät plötzlich alles aus den Fugen. Kann ich noch leben? Wie lange kann ich noch leben? Was wird aus mir? Was wird überhaupt? Und: „Warum ich?“ Ich habe kürzlich auf drei verschiedenen Veranstaltungen gehört, dass man die Frage besser gar nicht stellen soll. Philosophisch gesehen kann man das unmöglich einlösen. Eine Frage, die da ist, die sich in dieser Situation „von alleine“ stellt, kann man gar nicht ignorieren. Ganz im Gegenteil, der Umgang mit dieser Frage ist ein Versuch, wieder einen neuen Sinn in die Biographie zu bauen. Natürlich werden wir den Grund, warum der Krebs uns befällt, nicht herausfinden. Außer: da gab’s wohl eine Zellmutation. Aber warum die bei uns stattfindet und  warum jetzt, das bleibt alles im Dunkeln. Und es sind gerade die nicht beantwortbaren Fragen, die uns nicht loslassen. Mit ihnen umzugehen, das wird jetzt eine große Aufgabe.

Demnächst mehr… Ich freue mich über Austausch…

Wie geht Austausch?

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Wer ist “Ich?”

Agnes Hümbs

im Urlaub

Ich bin Agnes Hümbs, heute Mitte 50,vor einigen Jahren an Krebs erkrankt. Als studierte Philosophin habe ich mir dazu meine Gedanken gemacht…Mir hat es damals sehr geholfen, mich philosophisch mit der Krankheit auseinanderzusetzen, es gab mir die Autonomie zurück, die der Krebs mir genommen hatte. (Kant würde sich jetzt sicher sehr freuen!) Heute halte ich Vorträge über die philosophische Verarbeitung von Krebsdiagnosen für Patientinnen und Patienten, für Ärztinnen und Ärzte, für Pflegepersonal und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hospizen.

Gemeinsam mit der Tanztherapeutin Monika Hoffmann, mit der Heilpraktikerin und Biographiearbeiterin Hilke Milarch und mit der Veranstalterin von “Zwischenzeitreisen” Chantal Cowan habe ich die Kooperation “MACH!” gegründet, die Reisen anbietet für Menschen, die von Krebs betroffen sind.

Unter „Termine“ sehen Sie meine nächsten Vorträge, an denen ich philosophische Antwortversuche vorstelle.

5 Responses to “Startseite”

  1. Heide Lakemann

    Mein Brustkrebs heißt ELSBETH und wurde am am 01.02.08 meines Körpers verwiesen. Alle Verwandten und sonstigen Schmarotzer mußten auch ausziehen. Danach habe ich noch den Kammerjäger( Chemo und Bestrahlung) bestellt. Jetzt habe ich neu renoviert(Reha und Sport) es gibt kein Zurück für ELSBETH!!
    Ist das albern oder weise?
    Aber lieber nach dem Motto “Leben findet heute statt” als ständig in Angst. Was nützt es wenn ich vom Krebs geheilt bin aber es fällt mir ein Airbus auf den Kopf.
    In diesem Sinne einen wunderschönen Frühling. Die Sonne schein, die Vögel zwitscher und die Blumen blühen. Das Leben ist so schööön. Egal wie lange es dauert.

  2. admin

    Liebe Frau Lakemann,
    keine Frage, es ist weise! Frühjahrsputz ist immer anstrengend, aber hinterher ist wirklich alles schöööön.
    Liebe Grüße vom Großreinemachen
    Agnes Hümbs

  3. alf von Kries

    ich möchte auf ein Buch Hinweisen:
    “Wege zum Lebenssinn” Reichert Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89500-620-3

    im Weitern den Leitgedanken einen AIDS-Kranken: “Angesichts des Todes wird man sehr lebendig”

    mhg

  4. Eva-Maria Lattke

    Hallo Agnes, Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen, ich habe die Wanderung genauso genossen! (Bin mit d. Stöckern gelaufen) War zwar genauso kaputt wie beim 1.Mal, aber der Muskelkater war nicht so schlimm, konnte die Treppe vorwärts runtergehen!Kenne aber auch den Spruch:”bist Du damit immer noch nicht durch?” weil ich noch immer Lymphdrainage brauche wg. Narbenschmerzen,allerdings kein Lymphödem, reicht aber auch so! Bis zum nächsten Wandertag? Liebe Grüße Eva-Maria

  5. admin

    Liebe Eva-Maria,
    die Wanderung haben wir glaub’ ich alle sehr genossen. Immer wenn ich kann, nehme ich Wandertage wahr!
    Also bis zum nächsten Mal
    Agnes