Einfach krank

Februar 5th, 2013

Sie jammern über Grippe? Kann man auch genießen. Ich jedenfalls.

Sie bahnte sich so langsam an. Morgens schon mit dem gewissen Gefühl, dass das ein anstrengender Tag wird. Es schien auch so verlässlich konsequent, dass nach der laufenden Nase sich jetzt ein Husten dazugesellt. Und am Abend dieses Tages Kopfschmerzen, Gliederschmerzen. Mir war kalt, obwohl ich mich heiß anfühlte. Einziger Wunsch: ins Bett und schlafen. In 24 Stunden wurde ich zwei Mal wach und dachte glücklich: weiterschlafen….

Es war sooo schön. Eine Krankheit, die nicht die Angst schickt und den Schlaf raubt. Eine Krankheit, die man ankommen spürt wie ein verlässliches Versprechen. Eine Krankheit, die so ehrlich an Ort und Stelle weh tut. Man spürt genau, was man tun muss, um sie wieder loszuwerden. Eine Krankheit, die sich so erstaunlich sorgenfrei anfühlt. Die nicht die ganze Zukunft in Frage stellt. Die kein Misstrauen streut, keine Panik macht, keine schlaflosen Nächte, keine angsterfüllten Mitmenschen. Hatte ich ganz vergessen, dass krank sein auch mal so einfach sein kann. Sehr schönes Erlebnis.

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