Es muss nicht immer der Jakobsweg sein: dann mal weg auf dem Sigwardsweg

März 17th, 2012

Wandern oder Pilgern ist seit Hape Kerkeling hoch im Kurs. Haben Sie auch schon von Pilgern für Krebsbetroffene gehört? Dr. Freerk Baumann von der Sporthochschule in Köln wandert schon sehr lange mit seinen Patienten. Über die Alpen gings für Männer mit Prostata-Krebs. Mit Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, reiste er nach Norwegen in den Schnee, wo sie alle Iglus bauten und darin übernachteten. Eine Gruppe von Frauen schickte er fast zwei Monate lang über den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela .

Neuerdings muss man nicht nur auf dem Jakobsweg pilgern. Die Krebsberatungsstelle in Oldenburg bietet im Mai eine Wanderung auf dem Sigwardsweg an. Siehe auch in diesem Blog unter Termine.

Aber was ist am Wandern eigentlich so schön? Klar: die Landschaft, die frische Luft und im Mai meistens das Wetter. Wandern kann aber noch mehr sein: Durch die Regelmäßigkeit der Schritte und des Tempos wird das Atmen gleichmäßig, ohne dass man sich darauf besonders konzentrieren muss. Wandern wird so etwas wie Meditation. Für Krebsbetroffene ist es besonders hilfreich: die gleichmäßige Bewegung stärkt den Körper. Sie nimmt die gedankliche und psychische Belastung.  Wandern und Pilgern geben das Vertrauen in den eigenen Körper und in die eigenen Kräfte zurück, was durch die Krankheit gründlich verunsichert wurde. Nicht zuletzt macht Wandern und Pilgern “rechtschaffen” müde und einen wunderbar erholsamen Schlaf. Wandern – mit allem, was man dabei spürt und erlebt, macht ein intensives Gefühl von Lebendig-Sein. Statt Angst wächst Dankbarkeit.

Übrigens ist das Besondere am Oldenburger Angebot, dass es eine Probewanderung für diejenigen gibt, die noch nicht wissen, ob sie sich die größere Tour zutrauen. Die Eintagesour zum Schnuppern führt von Oldenburg nach Hude (ca. 18. km). Falls man sich die 5-Tagestour nicht zutraut, kann man also erst einmal ausprobieren, wie man das denn so schafft…

Na, Lust gekriegt? Einfach die Links anklicken und in der Krebsberatungsstelle anrufen.

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